Dominik heißt mein frecher Bruder.
Er ist gut 2 Jahre älter als ich -
also jetzt ist er sieben Jahre alt.
Geburtstag hat er am 13. September.
Eigentlich ist er ein ganz toller Bruder.
Ich weiß, daß er mich wirklich lieb hat, auch wenn ich nicht mehr so bin wie früher.
Am liebsten habe ich ihn immer an den Haaren gezogen. Er war aber auch gemein. Hat mir immer meinen Schnulli geklaut und ihn so hoch gehalten daß ich nicht mehr dran gekommen bin.
Und manchmal nervt er mich auch jetzt noch. Wenn ich nämlich meckern muss, weil mir etwas weh tut oder ich Langeweile habe, dann schimpft er mit mir.
Wenn ich dann wieder still bin bekomme ich ein dickes Bussi von ihm.
Das ist meine neue Taktik *hihi*!
Dominik geht schon in die dritte Klasse. Er ist dort der Jüngste. Er ist nämlich schon mit 5 Jahren in die Schule gekommen. Er hatte einfach keine Lust mehr im Kindergarten ständig irgendetwas auszuschneiden oder zu kleben. Er wollte immer was lernen. Rechnen macht ihm am meisten Spass. Und Kunsterziehung am wenigsten. Bei den Hausaufgaben macht er unsere Mami ganz irre, wenn er immer trödelt.
In den letzten Ferien hat Dominik einen schönen blauen Kristall wachsen lassen... Schaut mal, ist der nicht wunderschön???
Das war gar nicht schwer, hat er mir erzählt. Man muss nur eine bestimmte Menge Alaunpulver und etwas Lebensmittelfarbe in Wasser auflösen und heiß machen. Nach einiger Zeit wächst dann der Kristall. Erst ist er ganz klein, wird dann aber immer größer.
Seit Anfang 2008 geht Dominik immer zum Kämpfen. Er ist ein kleiner Ju-Jutsu-Kämpfer.
Bald hat er Gürtelprüfung und bekommt dann eine gelbe Spitze für seinen Gürtel.
Er freut sich jeden Donnerstag aufs Training.
Vor ein paar Monaten hat er festgestellt, daß er bei der Johanniter-Jugend bestimmt auch neue Freunde finden kann. Dort ist immer am Freitag nachmittags die Gruppenstunde.
Er erzählt mir dann immer, welche Spiele sie dort gespielt haben.
Ab und zu werden auch kleinere Ausflüge gemacht. Einmal haben sie schon das Eisenbahnmuseum besucht und durften sogar eine alte Dampflok mit Kohle "füttern".
Irgendwann demnächst werden sie noch ein Autohaus und die dortige Werkstatt besichtigen.
Das macht ihm bestimmt auch wieder viel Spaß und er erzählt mir hinterher alles.
© Petra Löllgen